Kleintierklinik Köllertal

Sie fragen - wir antworten

Eine Reihe von Fragen begegnen uns im Klinikalltag immer wieder. Daher wollen wir Ihnen hier einige häufige Fragen inklusive unserer Antworten anbieten.

Wenn Sie eine Frage haben, die wir hier noch nicht beantwortet haben, so können Sie uns auch per Email fragen - wir werden uns bemühen, ihre Frage innerhalb von 2-3 Werktagen zu beantworten.

Zu Hunden und Katzen werden uns besonders viele Fragen gestellt, daher haben wir hierfür jeweils eigene Seiten eingerichtet:

Häufig gestellte Fragen:

  1. Kann ich bei Ihnen auch telefonisch beraten werden?
  2. Behandeln Sie auch exotische Tiere? Wir besitzen zwei Leguane.
  3. Was ist die geeignete Einstreu für mongolische Wüstenrennmäuse?
  4. Mein Kaninchen hat Kaninchenschnupfen, was kann ich tun?
  5. Was kann ich gegen eine Fetttasche am Kinn meines Kaninchens tun?

Sie fragen: Kann ich bei Ihnen auch telefonisch beraten werden?

Wir antworten: Ja, selbstverständlich. Während der Sprechstundenzeiten können wir im Interesse aller Patienten allerdings nur kürzere telefonische Auskünfte geben. Dafür haben Sie aber die Möglichkeit, montags bis freitags von 19.00 - 19.15 Uhr die Telefonsprechstunde zu nutzen.

Sie fragen: Behandeln Sie auch exotische Tiere? Wir besitzen zwei Leguane.

Wir antworten: Ja, wir behandeln auch Leguane. Schauen Sie doch auch mal in unserer Rubrik Hund, Katz & Co. auf unserer Homepage nach. Zu speziellen Fragen und Problemen können Sie gern auch unsere Sprechstunde bzw. Telefonsprechstunde nutzen.

Sie fragen: Ich habe mal ein Buch über mongolische Wüstenrennmäuse gelesen, darin stand, dass die perfekte Einstreu ein Gemisch aus Erde und Sand ist. Stimmt das? Kann man auch Blumenerde nehmen oder sind in der Blumenerde irgendwelche Giftstoffe enthalten?

Wir antworten: Die Einstreu richtet sich immer auch nach der Art der Haltung. In einem Terrarium o.Ä. können sie durchaus ein Erd-Sandgemisch verwenden, wobei die Erde allerdings aus dem Zoohandel sein sollte, da handelsübliche Erden und Mulche immer Düngemittel enthalten. Sie müssen jedoch beachten, daß auch diese Einstreu verschmutzt und daher mind. 1 x im Monat vollständig ausgetauscht werden muss, was doch einen hohen Zeit- und Geldaufwand bedeutet. Sie können auch normale Heimtierstreu dick eingestreut benutzen, oder, was von den Tieren sehr gerne genommen wird, Zeitungsschnitzel. Beides ist leichter zu wechseln. Sie brauchen dann lediglich eine kleine Schale für ein extra Sandbad. Auch hier bitte kein Sand aus dem Baumarkt, da dieser scharfkantig ist und zu Verletzungen führen kann, sondern Spezialsand aus dem Fachhandel.

Sie fragen: Ich bin ein leidenschaftlicher Kaninchenliebhaber (Rasse Deutsche Riesen wildgrau/hasengrau). Im Dezember 2004 erwarb ich einen neuen Rammler um meine Zucht blutlich aufzufrischen. Nach ca. 4 Wochen bemerkte ich bei diesem Rammler, dass er anfing zu niesen. Als ich am nächsten Tag den Tierarzt aufsuchte, kam auch schon ein weißlicher Ausfluss aus den Nasenlöchern. Er bekam 3 Tage lang jeweils eine Spritze (Antibiotika).

Anschließend sollte ich Ihm noch 3 Tage lang ein flüssiges Antibiotika 0,1 ml oral eingeben.
Das Niesen wurde weniger, vom weißen Ausfluss war auch nichts mehr zu entdecken.
Mittlerweile fängt er jedoch wieder an zu niesen, ohne jedoch weißen Ausfluss zu haben.

Mein Tierarzt, so habe ich den Eindruck will sich nicht richtig mit der Situation auseinandersetzen und rät mir das Tier zu beseitigen. Ich habe mittlerweile etwas im Internet geforscht und mit verschiedenen Teesorten experimentiert. Leider kommt es nicht zum Abklingen des Schnupfens, wobei aber der weiße Ausfluss nicht mehr auftritt. Die Nasenränder sind etwas feucht, körperlich ist er aber fit, frisst gut und ist munter. Die Stallung reinige ich regelmäßig um Amoniak-Bildung zu vermeiden, ebenso ist die Unterkunft vor Zugluft geschützt. Was kann man in einem solchen Fall machen, es wäre echt schade um den schönen Kerl.

Wir antworten: Die häufigsten Erreger des sogenannten Kaninchenschnupfens sind Pasteurellen. Dieser Errreger ist hoch kontagiös und sehr schwer wieder aus dem Bestand wegzubekommen. Wenn sie einen Zuchtbestand haben, wäre es das Vernünftigste, das Tier aus dem Bestand zu entfernen, ansonsten laufen sie Gefahr, dass sich alle Tiere infizieren. und das kann größere Verluste bedeuten.

Wenn es sich um ein Einzeltier handelt und es als Liebhabertier gehalten wird, kann man versuchen über eine längere, ausreichend dosierte Antibiotikagabe die Symptomatik zurückzudrängen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass man diese Infektion nicht vollständig beseitigen kann, und immer wieder Symptome auftreten können.

Sie fragen: Wir haben ein Zwergkaninchen das fast zehn Jahre alt ist. In den letzten sechs Monaten bildet sich bei ihm unter dem Kinn eine Fetttasche, die mittlerweile so groß ist, dass sie ihn beim Laufen und Putzen behindert. Gibt es eine Möglichkeit, trotz des hohen Alters, die Tasche operativ oder durch Absaugen zu entfernen?

Wir antworten: Wurde sicher diagnostiziert, dass es eine Fetttasche ist? In den häufigsten Fällen handelt es sich um Zahnwurzelabszess, die durch ein Wurzelwachstum in die falsche Richtung ausgelöst wird. Das sollte erstmal abgeklärt werden. Zum Anderen ist zehn Jahre schon ein sehr stolzes Alter für ein Kaninchen. Leider werden die meisten Tiere heute nicht mehr so alt. Man könnte theoretisch eine Narkose und Sanierung des evtl. Abszesses machen, aber mit einem dementsprechenden Narkoserisiko. Wichtig dabei ist auch, dass das Kaninchen immer kontinuierlich frisst (und nicht nur Trockenfutter, sondern auch Heu).

Ich würde vorschlagen, das Tier noch einmal beim Haustierarzt vorzustellen und die Natur der Umfangsvermehrung abklären zu lassen.