Häufig gestellte Fragen zu Hunden:
- Wie häufig sollten wir unseren Retriever Charly entwurmen?
- Mein Hund hat nach einer Kastration Blasenprobleme, wie kann ich ihm helfen?
- Mein Rauhhaardackelwelpe hat einen deformierten Brustkorb - sollte ich mir Sorgen machen?
- Welche Ernährung sollte ich meinem Hund nach einer Krebserkrankung geben?
- Unsere Dobermannhündin hinkt und wir suchen nach einer schonenden Behandlung.
Sie fragen: Wie häufig sollten wir unseren Retriever Charly entwurmen?
Wir antworten: Wir raten Ihnen, Ihren Hund Charly vorsorglich drei- bis viermal jährlich zu entwurmen. Das gilt besonders für Hunde, die viel spazierengehen, mit anderen Hunden spielen oder auch in einer Familie mit Kindern zusammenleben.
Bei der Auswahl, Anwendung und Dosierung eines geeigneten Entwurmungspräparates beraten wir Sie gerne.
Sie
fragen: Unser acht Monate alter Westie-Rüde wurde vor zwei
Wochen kastriert. Leider handelte es sich nicht um eine
übliche Kastration, denn der Tierärztin entging, dass
ihm nach seiner Geburt schon ein Hoden abgenommen wurde. Deshalb ging
sie von einem Einhoder aus und suchte den zweiten Hoden, so dass
unserem Hund entland des Penis der gesamte Bauch aufgeschnitten wurde.
Glücklicherweise hat er sich nun von der Operation erholt, ist
jedoch seitdem inkontinent. Zunächst vermutete die
Tierärztin die Prostata als Grund, doch diese hat sich schon
stark zurückgebildet und kann somit als Ursache ausgeschlossen
werden. Jetzt vermutet sie eine Überdehnung der Blase.
Für uns
unverständlich ist, dass unser Hund die Blase nie entleert
(oder entleeren kann), sondern dass der Urin nur
tröpfchenweise oder in kleinen Schüben nach Druck auf
die Blase austritt. Außerdem riecht der Urin etwas
streng.
Es wäre mir sehr
wichtig, wenn sie mir eine Auskunft über mögliche
Ursachen oder Behandlungsmöglichkeiten geben könnten,
bzw. ob sie es für nötig halten, dass wir
bei Ihnen vorbeikommen.
Wir antworten: Aus der Entfernung ist Ihr Problem natürlich schwierig zu beurteilen. Es kann bei jeder Bauch-Operation zu Verklebungen der Organe, also auch der Blase kommen. Das kann dann zu Problemen bei der Entleerung führen. Auch eine Schädigung der Nerven ist möglich. Der veränderte Geruch kann sowohl daher kommen, dass der Urin zu lange in der Blase bleibt, als auch Hinweis auf eine Blaseninfektion sein. Erste Maßnahmen wären sicher eine Urin-Untersuchung und dann je nach Befund eine Ulktraschalluntersuchung der Blase und/oder eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel.
Sie fragen: Seit ca drei Wochen habe ich einen
Rauhhaardackel-Welpen. Es fällt mir auf, dass der
Brustkorb des Hundes nicht normal ausgebildet ist. Der Brustkorb ist
höckerförmig und am Ende nach innen gewölbt.
Die Vorstellung bei meinem bisherigen Tierarzt hat nach
Röntgen die Diagnose, dass das Brustbein gebrochen
sei und dass derzeit aber nichts zu veranlassen sei. Es bleibe
abzuwarten, wie sich die Sache entwickelt und ob eventuell ein
Ödem entfernt werden müsste.
Mir kommt die Sache etwas suspekt vor, zumal eine Ursache für den angeblichen
Knochenbruch nicht festzustellen ist.
Meine Frage: Hat dieser Hund noch eine normale Lebenserwartung bzw.
können sich die Organe normal entwickeln?
Wir antworten: Bezüglich Ihrer Anfrage sind mehrere Aspekte zu beachten. Zum Einen besteht das Brustbein eines 16 Wochen alten Welpen zum größten Teil aus Knorpel, sodass eine Fraktur fast unmöglich erscheint. Rein traumatisch können sogenannte Luxationen, also Lageverschiebungen der einzelnen Bestandteile zueinander, und Verbiegungen auftreten. Laut Literatur sind diese meist jedoch unbedeutend, und beeinträchtigen selten die normale Atemfunktion.
Zum Anderen erscheint in Ihrem speziellen Fall eine angeborene Erkrankung wahrscheinlich. Dazu wird eine sogenannte Trichterbrust (Pectus excavatum) in der Literatur beschrieben. Dabei ist das schwanzseitige Ende des Brustbeins nach innen eingezogen.
Die Welpen zeigen dann häufig eine verstärkte Atmung. Diesbezüglich haben Sie die Symptomatik Ihres Hundes nicht beschrieben, aber aus der Formulierung "ev. ein Ödem entfernen" klingt es nach Atemnot.
Eine Behandlung dieser angeborenen Erkrankung ist nicht bekannt. Jedoch
wird davon berichtet, dass sich der Zustand spontan mit dem Wachstum
bessern kann.
Ihnen einen vernünftigen, fachgerechten
Rat für Ihren speziellen Fall zu geben, ist relativ
schwierig, ohne das Tier bzw. die Röntgenaufnahme gesehen zu
haben.
Außerdem wäre es wichtig zu wissen, ob die
beschriebene Veränderung bereits zum Zeitpunkt des Kaufes beim
Züchter bestanden hat.
Sie fragen: Ich habe eine Frage zur Ernährung eines Hundes, dem ein bösartiger Tumor entfernt wurde. Gibt es da vielleicht Möglichkeiten, um die Heilung zu unterstützen?
Wir antworten: Die wichtigste Frage ist natürlich der Tumor selbst:
Welches Organ war befallen, wie lautet die genaue Diagnose des Tumors
bzw. hat ein Pathologe ihn untersucht (häufig wird der Tumor
dann wie beim Menschen in seiner Bösartigkeit klassifiziert),
sind Lymphknoten befallen oder werden bereits Metastasen
vermutet oder nachgewiesen?
Danach richtet sich auch die Frage nach der Heilung: Gewisse Tumore können tatsächlich geheilt werden, andere nur in ihrem Verlauf beeinflusst, also therapiert werden, d.h. behandelt werden ohne Heilung.
Bei bösartigen Tumoren ist die Heilung, also völlige Freiheit vor weiteren Tumorzellen im Körper eher selten!
Darüber hinaus besteht für viele Tumore heute die sinnvolle Behandlungsmöglichkeit durch Chemotherapie und/oder Bestrahlung, um die Überlebenszeit und vor allem -qualität zu verbessern!
Jetzt zu ihrer eigentlichen Frage:
Es gibt von der Firma Hills aus der Reihe Prescription Diet ein
spezielles Futter bei Tumorerkrankungen (genannt "n/d"), dass den
besonderen Bedürfnissen des Stoffwechsels bei Tumorerkrankungen Rechnung trägt. Zusammen mit den oben
erwähnten Möglichkeiten kann es einen positiven Einfluss auf den Therapieverlauf haben. Entscheidend aber
dürfte sein, dass der Tumor untersucht und die Art und der Grad
des Tumors bekannt sind.
Sie fragen: Ich habe eine zweijährige Dobermannhündin, die seit ein paar Wochen hinkt.
Das Hinken sieht so aus: Wenn sie tagsüber auf der linken Seite schläft, dann hebt sie beim Aufstehen das
linke Bein hoch und hinkt drei, vier Schritte als ob das Bein
eingeschlafen wäre. Nach ein paar Schritten läuft sie normal,
draußen ist sie "wild" und hat auch kein Fußschleifen.
Eigentlich passiert das ein mal pro Tag, meistens Abends.
Komischerweise, wenn sie Morgens aufsteht, hinkt sie nicht.
Wir waren schon beim Tierarzt zum Spritzen und für Tabletten gegen Entzündung,
es war schon alles O.k. Der Tierarzt braucht aber Röntgenbilder um eine
Diagnose zu stellen, er vermutet etwas mit der Wirbelsäule,
Verstauchung oder sogar BSV. Für Röntgen muss sie Narkose
kriegen und davor habe ich Angst, weil sie das letzte mal zehn Stunden
zu Hause in der Narkose lag. Zu viel Narkosemittel: Weil sie nicht
einschlafen wollte, musste der Arzt drei mal nachspritzen. Können Sie mir
eine alternative Untersuchungsmethode anbieten, die auch ohne Narkose
durchzuführen ist, oder eine andere Möglichkeit die Belastung
zu reduzieren?
Wir antworten: Ich muss Ihrem Tierarzt da vollkommen Recht geben, dass eine Diagnose nur mit Hilfe einer Röntgenuntersuchung gestellt werden kann. Eine richtige Lagerung des Hundes ist dabei besonders für Aufnahmen der Wirbelsäule nur in Narkose möglich. Ich halte diese Untersuchung für sehr wichtig, da man bei einem so jungen Hund nicht einfach Schmerzmittel über längere Zeit geben, sondern die Ursache finden sollte, um weitere Schäden zu vermeiden. Sprechen Sie doch mit Ihrem Tierarzt, ob man Ihrem Hund vor der Narkose etwas zur Beruhigung geben kann, damit er weniger Narkose geben muss.