Menu
Kleintierklinik Köllertal
In den Siefen 3-5
66346 Püttlingen
Tel.: 06806 / 922 000
Fax: 06806 / 922 005
fragen@kkkoe.de

Sprechstunden:
Montag - Freitag
9 - 12 und 16 - 19 Uhr
Samstag
10 - 12 und 16 - 18 Uhr
Sonn- und Feiertag
Notfallsprechstunde
10 - 12 und 16 - 18 Uhr

und nach telefonischer Vereinbarung

In dringenden Notfällen:
Tel.: 06806 / 922 000
Borreliose - Kleintierklinik Köllertal

Hund, Katz' & Co: Hunde

Krankheiten: Borreliose - jetzt Impfen?

(Bitte beachten Sie auch die Pressenotiz von Merial zur Borreliose und das entsprechende Bildmaterial)

 

Was ist diese Krankheit?

Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die durch Zecken übertragen wird. Erreger sind kleine Bakterien, die wie Korkenzieher aussehen, sogenannte Schraubenbakterien.

Zur Übertragung der Bakterien kommt es durch den Biss der Zecke beim Vollsaugen. Die Zecke spritzt dabei ihren bakterienhaltigen Speichel in ihr Opfer, um das Blut beim Saugakt zu verflüssigen. Die Krankheit beginnt dann Wochen oder Monate später. Diese Zeit zwischen Einbringen der Bakterien bis zum Ausbruch der Krankheit nennt man Inkubationszeit. Sie kann bis zu sechs Monaten dauern.

Wo kommt die Borreliose her?

Übertragen wird sie durch eine Zecke, den Holzbock. Die Erkrankung ist in Deutschland unterschiedlich verbreitet. Das Saarland stellt einen der Risikoherde dar. Bis zu 25% der Zecken tragen hier diese Bakterien. Den Holzbock findet man häufig in Laub- und Mischwäldern, an Waldrändern und im hohen Gras. Aber auch im Stadtpark und naturnahen Gärten ist er anzutreffen. Zeckensaison ist von Februar bis November mit deutlichen Spitzen in Frühjahr und Herbst.

Wie sieht diese Erkrankung aus?

Nur bei einigen Hunden kommt die Krankheit nicht zum Ausbruch. Treten erste Symptome auf, sind es allgemein Mattigkeit, Appetitlosigkeit und Fieber. Es folgen Schmerzhaftigkeit und Entzündungen einzelner Gelenke. Meist sind die Gelenke auch wechselnd betroffen. Solche wechselnden, schmerzhaften Lahmheiten lassen schon eher den Verdacht der Borreliose aufkommen. Wird die Erkrankung jetzt nicht erkannt und erfolgreich behandelt, können Nervenentzündungen, sowie Schädigungen von Herzmuskel, Nieren und anderen Organen auftreten. Diese sind dann häufig irreparabel.

Wie stelle ich Borreliose fest?

Die Krankheitszeichen sind sehr allgemein und unspezifisch. Die Diagnosesicherung ist schwierig. Meistens ist die Erkrankung schon weit fortgeschritten, wenn sie festgestellt wird. Eine vollständige Heilung ist dann nicht mehr möglich.

Wie kann der Tierarzt diese Erkrankung behandeln?

Die Erkrankung ist durch die Schmerzen für den Patienten beschwerlich. Sie muss mit speziellen Antibiotika, Schmerzmitteln und Abwehrstimulantien behandelt werden. Die Behandlung ist meistens sehr langwierig und kostenaufwendig und nicht immer erfolgreich.

Wie kann ich der Borreliose vorbeugen?

Drei wichtige Maßnahmen sollten gleichzeitig erfolgen:

  • Es gibt neuerdings eine Impfung die beim ersten Mal zur Grundimmunisierung im Abstand von 3-5 Wochen wiederholt wird. Die jährlichen Wiederholungsimpfungen sollten optimalerweise im Februar bis März einmal jährlich erfolgen - also vor der ersten Aktivitätsspitze der Zecken. Der Impfbeginn ist aber das ganze Jahr über möglich und sinnvoll.
  • Generell sollte in der warmen Jahreszeit eine Zeckenprophylaxe (Vorbeugung) durchgeführt werden. Bezüglich des richtigen Zeckenmittels wird Sie Ihr Tierarzt gerne beraten.
  • Letztendlich sollte nach jedem Spaziergang der Hund auf Zecken abgesucht werden. Wenn Sie allerdings die beiden ersten Punkte regelmäßig und korrekt durchführen, ist der Schutz Ihres Hundes so gut wie 100%ig.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allzeit einen gesunden Hund!